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Anonyme Spurensicherung im Kreis Warendorf: Angebot soll ausgebaut werden

Netzwerktreffen (Foto: Kreis Warendorf)

Nach einer sexuellen Gewalttat ist der Gang zur Polizei für viele Betroffene eine große Hürde. Damit trotzdem wichtige Spuren gesichert werden können, gibt es die anonyme Spurensicherung - im Kreis Warendorf soll sie weiter ausgebaut werden. 

Wo können Betroffene hin?

Das Angebot ist für Betroffene kostenlos und vertraulich. Frauen können sich derzeit im St.-Franziskus-Hospital in Ahlen, Männer im St.-Elisabeth-Hospital in Beckum untersuchen und Spuren sichern lassen – für eine eventuelle spätere gerichtliche Verwertung. Das ist auch ohne Anzeige bei der Polizei möglich. Eine digitale Plattform soll künftig die medizinischen Fachkräfte bei der Beweissicherung im Kreis Warendorf unterstützen.

Angebot soll weiterentwickelt werden

Bei einem Netzwerktreffen im Kreishaus ging es auch darum, das Angebot bekannter zu machen und weiterzuentwickeln. Dem Netzwerk gehören unter anderem die Krankenhäuser im Kreis, das Institut für Rechtsmedizin Münster, die Frauen- und Männerberatungsstellen sowie die Fachstelle Schutz vor sexueller Gewalt in Kindheit und Jugend an.