Bürgermeister-Konferenz im Kreis Warendorf: Kreisumlage wird abgelehnt
Die Städte und Gemeinden im Kreis Warendorf lehnen die geplante Kreis- und Jugendamtsumlage für das kommenden Jahr ab. Das ist das Ergebnis der heutigen Konferenz in Wadersloh. Sie sehen sich am Limit, heißt es heute auf der Bürgermeister-Konferenz in Wadersloh.
“Wir sind am Limit”
Über 260 Millionen Euro Umlage seien „nicht mehr finanzierbar“, so der neue Sprecher Michael Gerdhenrich, Bürgermeister von Beckum. Die Kreisumlage droht um mehr als 34,2 Millionen Euro zu steigen – ein Plus von rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Jugendamtsumlage würde um weitere rund 7,1 Millionen Euro anwachsen.
Konferenz sieht Einsparmöglichkeiten beim Kreis
Die Kommunen schlagen dem Kreis deshalb konkrete Einsparpunkte vor – vom globalen Minderaufwand über niedrigere Rettungsdienstkosten bis hin zu mehr Landesgeld. Insgesamt sehen sie ein Entlastungspotenzial von mindestens fünf Millionen Euro. Das würde eine Senkung des Umlagesatzes um mindestens 1,2 Prozentpunkte ermöglichen.
“Wir erwarten, dass alle Potenziale genutzt werden –gerade in einer so angespannten Lage." Die Bürgermeister-Konferenz kündigte an, den Dialog mit dem Kreis konstruktiv fortsetzen zu wollen.