Freispruch für Sassenberger nach Vorwurf des sexuellen Missbrauchs
Fast fünf Jahre stand ein Sassenberger unter dem Verdacht, ein Kind sexuell missbraucht zu haben – jetzt hat ihn das Warendorfer Amtsgericht freigesprochen. Grundlage der Anklage war die Aussage eines damals elfjährigen Mädchens aus dem Jahr 2021.
Psychologin analysiert Aussage des Kindes
Im Prozess kamen Zweifel beim Richter auf – er zog eine Kinderpsychologin hinzu. Am Mittwoch kam das Ergebnis: es bestehe die Möglichkeit, dass das Kind die Unwahrheit gesagt hatte – aus welchem Grund auch immer. Darauf verweigerte die heute 15-Jährige weitere Aussagen, ihre Anwältin zog eine Schmerzensgeldforderung zurück. Das Gericht sprach den Mann schließlich nach dem Grundsatz „im Zweifel für den Angeklagten“ in allen Punkten frei.
Auch Besitz von Bildern nicht verurteilungswürdig
Auch der Vorwurf des Besitzes kinderpornografischer Bilder relativierte sich. Damals wurden auf dem Handy des Angeklagten Bilder mit kinderpornografischen Inhalten sichergestellt. Laut Ermittlern handelte es sich lediglich um automatisch gespeicherte Vorschaudateien, von denen der Angeklagte nichts wusste.
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