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Hubig will härtere Strafen für K.O.-Tropfen: Fälle auch im Kreis Warendorf

Wer sogenannte K.O.-Tropfen bei Straftaten einsetzt, der soll bald härter bestraft werden. Bundesjustizministerin Hubig hat dazu einen Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht. KO-Tropfen sind auch im Kreis Warendorf nicht unbekannt

Vier Fälle bei “Beesen bebt” Ende August

Der Einsatz von KO-Tropfen beschränkt sich nicht nur auf die Club- und Disko-Szenen größerer Städte, sondern kommt etwa auch auf Festivals vor – wie erst Ende August in Ennigerloh: Die Polizei hatte auf dem Festival "Beesen bebt” unter anderem vier Männer festgenommen, von denen drei K.O.-Tropfen und der vierte sogenanntes Liquid-Ecstasy eingesetzt haben sollen, das eine ähnliche Wirkung hat. Unterm Strich sind Straftaten mit K.O.-Tropfen im Kreisgebiet aber selten, heißt es von der Polizei auf Nachfrage.

Geruchs- und geschmacklos

Kriminelle mischen die nahezu geruchs- und geschmackslosen Substanzen oft in die Getränke ihrer Opfer, um sie wehrlos und gefügig zu machen und dann auszunehmen oder zu missbrauchen. Die Symptome reichen von Schwindel bis zur Bewusstlosigkeit, später können Erinnerungslücken auftreten. Bundesjustizministerin Hubig plant, dass in solchen Fällen K.O.-Tropfen als  Waffen wie etwa Messer gewertet werden. Die Folge wären unter anderem längere Haftstrafen.