Skip to main content

Illegale Zigarettenproduktion: Festnahme und Durchsuchung auch in Ahlen

Symbolfoto

Dem Zoll ist ein Schlag gegen illegale Zigarettenproduktion gelungen: In einem großanlegten Einsatz hat er eine verbotene Zigarettenfabrik ausgehoben und fast 20 Millionen unversteuerte Zigaretten, über 16 Tonnen Tabak und diverse Materialien beschlagnahmt. Die Einsätze fanden an mehreren Orten in Deutschland statt – und spielten sich auch in Ahlen ab. Das hat das Zuständige Zollfahndungsamt Hannover heute (17.06) bekanntgegeben. 

Verdächtige kommen aus Rumänien und Moldawien

Die Aktion des Zolls hat bereits im Mai (21, 22. und 23. Mai) stattgefunden. Vier Festnahmen gab es: In Ahlen, Offenbach, Maintal und Salzkotten. Dabei handelt es sich um Männer aus Rumänien und Moldawien, die bereits in Untersuchungshaft sitzen. Sie sollen für die Herstellung und den Verlauf der unversteuerten Zigaretten verantwortlich sein, sagt die federführende Staatsanwaltschaft Bielefeld. 

Lagerhalle in Ahlen durchsucht 

Außerdem wurden in mehreren Bundesländern 13 Objekte durchsucht – darunter eine Lagerhalle in Ahlen: Dort entdeckten die Zollfahnder rund 10 Millionen unversteuerte Zigaretten. Im Mittelpunkt  der Ermittlungen stand aber ein ehemaliges Fabrikgelände in Staudt in Rheinland-Pfalz, dort war die illegale Produktionsanlage untergebracht, in der mehrere Menschen unter fragwürdigen Umständen arbeiteten.   

Hoher Steuerschaden

Der Steuerschaden für die mutmaßlich gefälschten Zigaretten liegt bei 3,9 Millionen Euro. Für den in der Produktionsanlage gesicherten Tabakfeinschnitt kommen weitere 1,5 Millionen dazu. Die Fahnder gegehn  davon aus, dass die Beschuldigten bis zu ihrer Festnahme bundesweit mehr als 80 Millionen Zigaretten umgeschlagen haben. 

Die Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Hannover im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld.