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Kreisumlage steigt: Kommunen müssen mehr an Kreis Warendorf abgeben

Der Kreis Warendorf erhöht die Kreisumlage - also das Geld, das die Kommunen an den Kreis zahlen müssen. Das geht aus dem Eckdatenpapier zum Kreishaushalt 2027 hervor. Nur so könne der Kreis seine Aufgaben erfüllen. Hauptkostentreiber sind nach wie vor die Sozialleistungen, heißt es aus dem Kreishaus. 

Rund 18 Millionen Euro mehr

In diesem Jahr mussten die Städte und Gemeinden im Kreis noch 196,5 Millionen Euro an den Kreis abführen – 2027 werden es mehr als 214 Millionen sein. Der Hebesatz steigt auf bei 39,4 Prozent. Kreisdirektor Stefan Funke sieht die Ursache für die sich nach oben schraubenden Sozialleistungen zum einen in der demographischen Entwicklung, zum anderen aber auch in politischen Entscheidungen in Berlin und Düsseldorf.

Mehrere Gründe ausgemacht

Ein weiterer großer Kostentreiber ist laut Kreis auch weiterhin die Umlage für den Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Wenn der Kreis mehr an den LWL zahlen muss, erhöht sich auch der Beitrag, denn die Kommunen an den Kreis abführen müssen – weil der Kreis die Mehrbelastung nicht stemmen kann. Der Kreis sieht dadurch eine hohe Belastung der Kommunen: Landrat Olaf Gericke und Kreisdirektor Funke fordern deshalb nochmals, dass der Bund die Finanzierung der Eingliederungshilfe vollständig übernimmt.