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Lage für Restaurants im Kreis Warendorf bleibt trotz Mehrwertsteuersenkung angespannt

Im vergangenen Jahr sind fast 3000 Restaurants in Deutschland pleite gegangen. Und eine Trendwende ist auch in diesem Jahr bislang nicht zu erkennen, trotz des gesenkten Mehrwertsteuersatzes auf 7 Prozent.

Verschiedene Gründe kommen zusammen

Die Gründe sind ein Zusammenspiel aus ungünstigen Faktoren, erklärt Lars Martin vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Westfalen (DEHOGA): "seit 2022 sind die Arbeitskosten im Gastgewerbe um mehr als 34 Prozent gestiegen. Lebensmittel, alkhohaltige und alkoholfreie Getränke und Energie haben sich um rund 30 Prozent verteuert. Gleichzeitig sind die Kundinnen und Kunden preissensibler geworden."

Außerdem hätten die Coronazeit und die Energiekrise die Rücklagen der Betriebe aufgefressen. Dann reiche oftmals ein schlechter Monat, um ein Restaurant in Schwierigkeiten zu bringen, so Martin weiter.

Steuersenkung zum Jahresbeginn

Die Steuersenkung helfe den Betrieben enorm. Lars Martin: "Ohne diese Entlastung wäre die Situation noch deutlich dramatischer. Man darf jetzt aber nicht erwarten, dass eine Steuersenkung innerhalb weniger Monate die Schäden aus sechs Krisenjahren von jetzt auf gleich beseitigt. Und die sieben Prozent sind auch kein Rabattprogramm für das Schnitzel, sondern helfen den Betrieben, die gestiegenen Kosten aufzufangen, Arbeitsplätze zu sichern und wieder investieren zu können."

Zahl der Insolvenzen bleibt hoch

Trotzdem gehen weiterhin Restaurants pleite. Laut DEHOGA Westfalen gibt es aber auch dafür Gründe. Die Insolvenzen entwickeln sich oftmals über einen längeren Zeitraum, so Martin. Hauptursachen können teilweise mehrere Jahre zurückliegen.