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Naturbad Ennigerloh: Größerer Noro-Virus-Ausbruch

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Der Kreis geht inzwischen von einem größeren Noro-Virus-Ausbruch im Zusammenhang mit dem Besuch des Naturbades in Ennigerloh aus, heißt es am Mittag (3. Juli) aus dem Kreishaus.

Rund 200 Meldungen über schwere Magen-Darm-Infekte

Aktuell liegen dem Gesundheitsamt des Kreises Warendorf zehn nachgewiesene Fälle von Infektionen mit dem Norovirus vor. Es gäbe inzwischen rund 200 Meldungen aus der Bevölkerung über schwere Magen-Darm-Infekte, die zu etwa 80 Prozent Kinder beträfen. Um die Ursache für die Infektionen zu ergründen, suchen Gesundheitsamt und Stadt Ennigerloh aktuell ein spezialisiertes Labor, das das Beckenwasser auf Noroviren untersuchen kann.

Robert-Koch-Institut mit im Boot

Das Kreisgesundheitsamt ist nach eigenen Angaben auch mit dem Robert-Koch-Institut in Verbindung. Noroviren sind besonders resistent und können über viele Wochen im Wasser überleben. Das Ennigerloher Naturbad bleibt erstmal weiterhin geschlossen.

Gesundheitsamt appelliert an betroffene Haushalte

Wer infiziert ist, sollte zu Hause bleiben und jeden Kontakt zu anderen Menschen vermeiden.  Erst zwei Tage nach dem Abklingen der Beschwerden sollte man wieder zur Arbeit oder in die Schule bzw. Kita gehen. Wichtig ist in den betroffenen Haushalten eine umfassende Hand-Hygiene. Das bedeutet auch: Keine gemeinsamen Handtücher. Und Bad, Klo und Türklinken sollten gründlich gereinigt und desinfiziert werden.

„Noroviren-Infektionen können vor allem bei Säuglingen und älteren Menschen zu schweren Austrocknungen führen“, sagt Gesundheitsdezernentin Dr. Arizzi Rusche.

Kompakte Informationen zu Infektionskrankheiten gibt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit anhand von Erregersteckbriefen heraus.