Rat Warendorf spricht über Zukunft des Krankenhauses
Um 17 Uhr hat sich in Warendorf der Rat der Stadt getroffen – zuerst nichtöffentlich. Es geht um die weitere Vorgehensweise zur Sicherung der Zusatzversorgung des Josephs-Hospitals. Nach der Insolvenz in Eigenverwaltung wurde eine Zusage aus den 1980er Jahren der Stadt öffentlich. Die Fraktion Die Linke/Die PARTEI hatte zuvor angekündigt, jeden Vorschlag, der eine Verlängerung der Bürgschaft durch Stadt vorsieht, abzulehnen.
“Eine Lösung in Zukunft nicht sicher”
Die Fraktion erkenne an, dass eine Haushaltssicherung im Falle eines geplatzten Deals den Handlungsspielraum der Kommune beschneiden wird und manches Ratsmitglied davor Angst hat. Man wisse aber auch, dass die definitiv zu zahlende Summe bei einer weiteren Insolvenz zukünftig noch höher sei als heute schon. Es geht um mindestens 80 Millionen Euro, da rede man also nicht mehr über vier bis fünf Jahre Haushaltssicherung, sondern über einen deutlich längeren Zeitraum, in dem die Stadt keine sozialen und ökologischen Projekte mehr finanzieren kann, sagt der Fraktionsvorsitzende Ibrahimovic. Dass in Zukunft eine Lösung gefunden wird, sei heute nicht sicher und den zukünftigen Generationen und Ratsmitgliedern aufzubürden unfair.
Kein Vertrauen in Ameos
Die LINKE möchte zudem verhindern, dass "eine gewinnorientierte Aktiengesellschaft aus der Schweiz, die in Hand eines amerikanischen Vermögensverwalters ist, das Krankenhaus übernimmt.” (aus der Pressemitteilung der Fraktion die LINKE/die PARTEI vom 10.09.2025). Die Fraktion vertraut der Ameos AG nicht, auch weil durch diverse Betriebsräte und Verdi bekannt sei, wie sie mit ihren Beschäftigten umgehen. Entlassungen, Tarifflucht und Einsparungen um jeden Preis auf Kosten der Beschäftigten und der Patienten gehörten zum Geschäftsmodell.
Das Josephshospital ist der größte Arbeitgeber in Warendorf.
Richtigstellung: In einer früheren Version des Artikels war die Aussage, wonach es sich bei der Ameos-Gruppe um „eine gewinnorientierte Aktiengesellschaft aus der Schweiz, die in Hand eines amerikanischen Vermögensverwalters“ sei, handele, nicht deutlich erkennbar als Zitat aus der Pressemitteilung der Fraktion die LINKE/die PARTEI gekennzeichnet. Dies haben wir inzwischen korrigiert.
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