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Studie: Zahl der Beschäftigten in der Industrie erreicht Rekordtief

Die Zahl der Industriebeschäftigten in Deutschland ist 2025 auf ein Zehnjahrestief gefallen – nur noch rund 6,6 Millionen Menschen arbeiten dort. So das Ergebnis einer heute veröffentlichten Studie der Gütersloher Bertelsmann Stiftung. Gleichzeitig wächst der Dienstleistungssektor weiter, dadurch verliert die Industrie insgesamt an Bedeutung.

Weniger Jobs ohne Entlassungswellen

Auffällig ist: Es werden weniger neue Stellen geschaffen und offene Jobs oft nicht mehr nachbesetzt. Der Rückgang passiert also ohne große Entlassungswellen. Hinzu kommt: Die Industrie ist beim Lohn weniger attraktiv geworden. Der Lohnvorsprung gegenüber anderen Branchen hat sich in den vergangenen zehn Jahren etwa halbiert. Klassische Fertigungsjobs gehen zurück, gefragt bleiben eher hochqualifizierte Tätigkeiten. Eine Trendwende ist laut Studie nicht in Sicht. 

Betriebe im Kreis Warendorf suchen Fachkräfte

Laut Studie haben die Betriebe im Kreis Warendorf im vergangenen Jahr über 27.400 Stellenanzeigen geschrieben – rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei zeigt sich: Gesucht wurden unter anderem wieder mehr Fachkräfte für Metallbau und -bearbeitung sowie Betriebstechnik. Einen regelrechten Boom bei den Stellenanzeigen gab es in den vergangenen Jahren im Bereich Kosmetik. Das zeigt den bundesweiten Trend , dass der Dienstleistungssektor – als die Industrie - wächst.