Untersuchung ergibt: keine "rituelle Gewalt" in Münsteraner Kirche
Die Katholische Kirche von Münster geht jetzt kritischer mit Missbrauchsvorwürfen um. Das ist das Ergebnis einer juristischen Untersuchung zum Thema "Rituelle Gewalt", die nun abgeschlossen ist. Gruppenvergewaltigungen, Kannibalismus, und das auch noch im Beisein von Bischöfen: die Kirche muss sich teils heftige Vorwürfe gefallen lassen von Opfern von Missbrauchstaten.
In den Bistümern Essen und Münster sowie im Erzbistum Köln haben in den vergangenen Jahren rund ein Dutzend Menschen Vorwürfe erhoben, sie seien Opfer schwerster Gewalttaten mit rituellen Bezügen von Täternetzwerken geworden, denen neben ‚einfachen‘ Priestern inzwischen verstorbene Erzbischöfe, Kardinäle und Bischöfe – auch aus dem Erzbistum Paderborn und dem Bistum Hildesheim – angehört haben sollen.
Eine Anwaltskanzlei aus Köln hat sich damit drei Jahre lang intensiv beschäftigt und ist zu dem Ergebnis gekommen: rituelle Gewalt hat es im kirchlichen Kontext nie gegeben. Traumatisierte Menschen behaupten das allerdings nicht selten, wenn sie in Psychotherapien falsche Assoziationen für echte Erinnerungen halten. Entsprechend skeptisch geht die Kirche jetzt vor, wenn Menschen zu ihr kommen, von ritueller Gewalterfahrung berichten und Entschädigungen fordern.
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