Berlin/Stuttgart | Umfrage zu Baden-Württemberg: Grüne ziehen mit CDU gleich
Landtagswahl 2026
Berlin/Stuttgart (dpa) - Vor der Landtagswahl am Sonntag in Baden-Württemberg deutet eine Umfrage auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Wahlsieg. Im ZDF-«Politbarometer Extra» liegen CDU und Grüne beide mit 28 Prozent gleichauf. Damit haben die Grünen mit ihrem Spitzenkandidaten Cem Özdemir in der Wählergunst erneut zugelegt und den Abstand zur lange führenden CDU geschlossen.
In der letzten «Politbarometer»-Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen vom vergangenen Freitag hatten die Grünen noch bei 25 Prozent gelegen. Die CDU von Spitzenkandidat Manuel Hagel hat der Umfrage zufolge im Vergleich zur Vorwoche ebenfalls einen Prozentpunkt zugelegt. Über Monate hatte die CDU aber teils deutlich vor den Grünen gelegen, die mit Winfried Kretschmann derzeit noch den Regierungschef stellen. Kretschmann tritt nicht wieder an.
Nach Angaben der Meinungsforscher sind aber weiter größere Veränderungen noch möglich. 32 Prozent der Befragten wüssten noch nicht sicher, ob und wen sie wählen wollen.
Für die repräsentative Umfrage des ZDF-Politbarometers wurden von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen 1.069 Wahlberechtigte in Baden-Württemberg zwischen dem 4. und 5. März befragt. Die Fehlertoleranz liegt zwischen zwei und drei Prozentpunkten.
Für FDP und Linke könnte es eng werden
Verluste müssen der Umfrage zufolge die kleineren Parteien hinnehmen. Die SPD käme demnach derzeit auf 8 Prozent und verliert erneut einen Prozentpunkt im Vergleich zum letzten ZDF-«Politbarometer». Für FDP und Linke könnte es knapp werden mit dem Einzug in den Landtag. Beide Parteien sieht die Umfrage bei 5,5 Prozent und damit nur ganz knapp über der Fünf-Prozent-Hürde. Die AfD käme mit 18 Prozent weiter auf den dritten Platz.
Grüne und CDU regieren seit 2016 im Südwesten gemeinsam. Auf die Frage, wen die Wähler am liebsten als neuen Ministerpräsidenten hätten, sieht die Umfrage wenig Veränderung. Özdemir hat demnach mit 47 Prozent weiter die Nase vorn. Hagel kommt auf 24 Prozent, Markus Frohnmaier von der AfD auf 8 Prozent.
Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Umfragen spiegeln grundsätzlich nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.
© dpa-infocom, dpa:260305-930-775623/1
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