Davos/Wien | Lawinengefahr in Europa bleibt hoch
Weiterer Schnee
Davos/Wien (dpa) - Angesichts üppiger Schneefälle bleibt die Lawinengefahr in vielen europäischen Wintersportregionen hoch. In einem Teil des Schweizer Kantons Wallis, in dem unter anderem der bekannte Skiort Crans-Montana liegt, wurde die höchste Lawinenwarnstufe ausgerufen, wie das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) im Davos mitteilte. Die Lawinen könnten mancherorts so weit vorstoßen, dass einige Häuser und Verkehrswege gefährdet sind.
Auch im westlichsten Teil Österreichs herrscht nach Angaben der Warndienste hohe Lawinengefahr oberhalb von 1.800 Metern. Der viele Neuschnee und der vom Wind angehäufte Triebschnee könnten in Vorarlberg und Teilen Tirols leicht als Lawinen abgehen, hieß es. Für diese Woche wurden in manchen Regionen Österreichs zusätzliche größere Schneemengen erwartet. Die italienische Bergwacht rief ebenfalls zu größter Vorsicht in den Bergen auf. Insbesondere im Piemont, im Aostatal sowie in Südtirol gelten derzeit hohe Gefahrenstufen.
Behörden warnen vor Gefahren
Für die französischen Alpen meldete der Wetterdienst Météo France weiterhin eine hohe, wenn auch langsam nachlassende Lawinengefahr. Große Lawinen bedrohten in Höhenlagen weiterhin Straßen und Infrastruktur. In Polen rief die Bergwacht für die Tatra die dritte Lawinengefahrstufe aus. Bereits oberhalb der Baumgrenze herrschen gefährliche Bedingungen, wie die Rettungskräfte mitteilten. Auch in der Slowakei hielt die Lawinengefahr an.
In Deutschland ließ Neuschnee in den höheren Lagen der Alpen die Lawinengefahr deutlich steigen. Im Allgäu starb ein Skitourengeher in den Schneemassen. Oberhalb von 2.000 Metern herrscht in den Allgäuer Alpen große Gefahr der Stufe vier von fünf, wie der Lawinenwarndienst berichtet. Darunter und insbesondere in den Werdenfelser und Berchtesgadener Alpen gilt vielerorts erhebliche Gefahr der Stufe drei.
Bereits viele Unglücke durch Lawinenabgänge
Erhebliche Lawinengefahr gibt es nach den Schneefällen der vergangenen Tage auch im Schwarzwald. Betroffen seien vor allem Gebiete rund um den Feldberg, wie der Landesleiter der Bergwacht im Schwarzwald, David Hierholzer, sagte.
In den Wintersportregionen sorgten Lawinenabgänge zuletzt für etliche tödliche Unglücke. In den französischen Alpen starben drei Skifahrer, die trotz Lawinenwarnung abseits der Piste unterwegs waren. Erst am Sonntag waren auch in Italien durch eine Lawine im Aostatal drei Skifahrer ums Leben gekommen. Ebenfalls am Sonntag starben zwei österreichische Snowboarder in Tirol.
© dpa-infocom, dpa:260217-930-698574/1
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