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Ahlen. Polizei verhinderte Aufeinandertreffen rivalisierender Problemfans und leitete mehrere Ermittlungsverfahren ein
Warendorf (ots) - Die Polizei verhinderte mit starken Kräften, darunter Polizisten der Bereitschaftshundertschaft und Reiterstaffel, ein Aufeinandertreffen rivalisierender Problemfans anlässlich des Oberligaspiels Rot-Weiß Ahlen gegen die Sportgemeinschaft Wattenscheid 09 am Sonntag, 22.03.2026 im Ahlener Wersestadion.
Vor und kurz nach Beginn der ersten Halbzeit wurde im Heimblock der Problemfans massiv Pyrotechnik gezündet. Im Verlauf der zweiten Halbzeit zündeten Wattenscheider Problemfans einen Böller. Daraufhin unterbrach der Schiedsrichter das Spiel kurzfristig und drohte bei weiteren Verstößen mit Spielabbruch. Die Polizei leitete wegen dieser gravierenden Sicherheitsverstöße Ermittlungsverfahren ein.
Kurz vor 17 Uhr kam es zu einem Spielabbruch durch den Unparteiischen, weil ein weiterer Böller auf das Spielfeld geworfen wurde. In diesem Fall durch die Ultraszene der Ahlener. Die Sportgemeinschaft Wattenscheid 09 führte zu diesem Zeitpunkt mit 1:3, der Schiedsrichter entschied zugunsten der Mannschaft aus dem Ruhrgebiet. Daraufhin kam es zu einem Platzsturm der Ahlener Problemfans sowie ihren Unterstützern aus Zwolle.
Während die gegnerischen Problemfans nach Spielende Richtung Heimat fuhren, suchten Ahlener mit Unterstützern aus Zwolle die Auseinandersetzung mit der Polizei im und am Stadion. Dabei bewaffneten sich die Ultras mit Wurfgeschossen sowie anderen gefährlichen Gegenständen, die sie in Richtung der Einsatzkräfte warfen. Ein Polizist erhielt einen Schlag mit einer Eisenstange gegen den Arm und wurde leicht verletzt. Die gewaltbereiten Fans zogen anschließend über die Straße Im Herbrand weiter in Richtung Mammutpark, wo etwa 40 Personen auf die Bahngleise rannten. Hier nahmen sie Steine aus dem Gleisbett und einige Personen sammelten sich auf der Rückseite des Bahnhofs. Im Bahnhof befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch gegnerische Fans, die in die Obhut der Bundespolizei übergeben wurde. Der Bahnverkehr wurde vorübergehend eingestellt.
Die Einsatzkräfte stellten die Personalien mehrere Personen fest. Drei Zwoller, 17 und 21 Jahre, die sich auf den Gleisen aufhielten, wurden im Bereich Moltkestraße festgesetzt. Während die volljährigen Tatverdächtigen vorläufig festgenommen wurden, nahmen die Polizisten den Jugendlichen in Gewahrsam. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die älteren der drei entlassen und der Jugendliche seinen Erziehungsberechtigten übergeben.
Die Polizei leitete Ermittlungsverfahren wegen der verschiedenen Delikte, darunter dem Verdacht des schweren Landfriedensbruchs und des Widerstands gegen Polizeibeamte ein.
Bislang liegen keine Informationen vor, dass Unbeteiligte verletzt wurden.
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