München | Streik: Kompany muss früher los und will die Fans belohnen
DFB-Pokal
München (dpa) - Auch Vincent Kompany reagiert auf den Streik im öffentlichen Nahverkehr. Der Trainer des FC Bayern kündigte für das Pokal-Viertelfinale am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD und Sky) gegen RB Leipzig an, dass sich der Mannschaftsbus früher auf den Weg in die Münchner Allianz Arena machen werde.
«Wir werden sicherlich auch früher zum Stadion fahren», sagte Kompany. «Das Wichtigste ist natürlich, dass alle gesund und gut zum Spiel kommen», sagte er mit Blick auf die 75.000 Fußball-Anhänger, die er für den größeren Aufwand belohnen möchte. «Ich hoffe, dass die Leistung dann auch da ist für unsere Fans, die sich die Mühe machen, um zum Stadion zu kommen.»
Sonderbetrieb der U-Bahn und mehr Busse
Die Gewerkschaft Verdi hat für den Spieltag zu einem ganztägigen Warnstreik im Nahverkehr unter anderem in München aufgerufen. Das erschwert die Anreise zur Arena. Viele Zuschauer kommen mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Die Münchner Verkehrsgesellschaft MVG richtet am Streiktag kurzfristig einen Sonderbetrieb der U-Bahn am Abend ein. Zudem wird der übliche Bus-Transfer ab der S-Bahn-Station Donnersberger Brücke aufgestockt. Des Weiteren werden vom Parkplatz des von der Allianz Arena nur zwei Kilometer entfernten FC Bayern Campus zusätzliche Shuttlebusse eingesetzt.
Kompany zum dritten Leipzig-Treffen: «Ein Must-Spiel»
Trotz aller Bemühungen werde es bei der An- und Abreise aber zu Einschränkungen kommen, warnte der FC Bayern. Der Verein appelliert an alle Fans, mehr Zeit einzuplanen und im Fall einer Anreise mit dem Auto nach Möglichkeit mit Fahrgemeinschaften zu planen.
Auch Gegner Leipzig muss sich nach Einschätzung von Kompany früher als ursprünglich geplant Richtung Stadion auf den Weg machen. Beide Teams trafen in dieser Saison schon zweimal aufeinander. In der Bundesliga gewannen die Münchner 6:0 und 5:1. Jetzt soll der Einzug in das Halbfinale her. «Das Spiel ist zu Hause, es ist ein Must-Spiel. Wir wollen das bringen, was wir können», sagte Kompany.
Eine Kategorisierung über den Stellenwert des DFB-Pokals im Vergleich zu Bundesliga oder Champions League mochte der Coach nicht vornehmen: «Für mich ist es immer schwierig, einzuordnen: Was ist eins, zwei oder drei?» Im Pokal stand der Rekordsieger zuletzt 2020 im Endspiel.
© dpa-infocom, dpa:260210-930-666265/1
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