Frankfurt/Main | Kritischer Inhalt: Marken-Haargel rasselt durch im Öko-Test
Besser selbst machen?
Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Sind Haargel-Produkte nicht nur stark fürs Haar, sondern auch bei den Inhaltsstoffen? Das hat sich die Zeitschrift «Öko-Test» (Ausgabe 03/2026) genauer angesehen und 24 von ihnen ins Labor geschickt, vor allem solche, die für Männer ausgelobt sind. Gefunden wurde dort allerlei Problematisches.
PEG oder PEG-Derivate etwa - und das in insgesamt zwölf der untersuchten Haargele.
Das Problem: Einige PEG oder PEG-Derivate können die Haut laut «Öko-Test» durchlässiger für Fremdstoffe machen, also auch für potenziell schädliche. In einem Marken-Haargel fanden die Öko-Tester zudem Formaldehyd, das schon in geringen Mengen die Schleimhäute reizen und Allergien auslösen kann. Es gelangte vermutlich durch die Vorkonservierung der eingesetzten Rohstoffe ins Produkt. Ein klassischer Fall von: durchgefallen.
Punkteabzüge gab es auch für ein Haargel, das aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) enthält - einige dieser Verbindungen gelten den Öko-Testern zufolge als krebserregend. Außerdem für ein Haargel mit Chlorphenesin. Der Stoff kann Hautirritationen verursachen.
Nur Naturkosmetik-Gele sind «sehr gut»
Bis auf die drei zertifizierten Naturkosmetikprodukte im Test enthalten außerdem alle untersuchten Haargele synthetische Polymere. Sie sollen das Haar standfester machen, tun dies den Öko-Testern zufolge allerdings auf Kosten der Umwelt: Synthetische Polymere sind zum Teil biologisch schwer abbaubar.
Keine Überraschung ist dann auch das Gesamtergebnis: Die drei Naturkosmetik-Gele im Test schneiden «sehr gut» ab - als einzige im Test. Acht konventionelle Haargele sind «gut». Zehn Produkte sind «befriedigend». Zwei Markenprodukte erhalten die Note «mangelhaft», eines rasselt als «ungenügend» durch.
Keine Lust auf Chemie in die Haaren? Halt mit Honig schaffen
Gut zu wissen: Wer keine Lust auf kritische Inhaltsstoffe im Haargel hat, kann auch selbst eines aus Haushaltsmitteln zusammenmixen. Laut «Öko-Test» braucht man dafür nur:
- 40 Gramm Leinsamen
- einen halben Teelöffel Honig oder Agavendicksaft
- 250 Milliliter destilliertes Wasser
Letzteres bringt man mit den Leinsamen zum Kochen, reduziert dann die Hitze und lässt die Mischung für drei bis vier Minuten köcheln - bis die Masse Fäden zieht.
Nun umrühren, die Mischung durch ein nicht zu feines Sieb abseihen, etwas abkühlen lassen und den Honig unterrühren. Die Flüssigkeit in eine Sprühflasche füllen, im Kühlschrank aufbewahren, fertig. Wer mag, kann ätherische Öle für den Geruch zugeben.
© dpa-infocom, dpa:260226-930-737188/1
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