GPT 5 - was das neue ChatGPT-Modell kann und was nicht
11. August 2025
- Das neue KI-Modell GPT 5 von OpenAI ist jetzt veröffentlicht, es ist sofort nutzbar und ersetzt alle bisherigen ChatGPT-Modelle.
- GPT 5 steht auch den kostenlosen Accounts zur Verfügung, allerdings mit starken Limitierungen.
- Chat GPT wird weltweit von 700 Millionen Nutzern wöchentlich genutzt, täglich werden 2,5 Milliarden Konversationen mit dem Chatbot geführt.
„Für Aufgaben, die ein Experte in ein paar Minuten oder einer Stunde lösen würde, hast du jetzt ein Werkzeug in der Tasche – noch nie gab es so einen Technologieschub in so kurzer Zeit in der Menschheitsgeschichte.“
OpenAI-Chef Sam Altman zu GPT 5 im Videocast mit der US-Video-Journalistin Cleo Abram
GPT 5 für Alle
„Als ich GPT-5 getestet habe, habe ich Angst bekommen. Ich habe gedacht: Was haben wir da geschaffen?“ – mit solchen und ähnlichen düsteren Aussagen – hier im Podcast mit US-Komiker und Podcaster Theo Von - hatte OpenAI-Chef Sam Altman im Vorfeld der Veröffentlichung von GPT 5 die Erwartungen an das neue Modell angeheizt. Vor knapp drei Jahren hatte Open AI mit der Veröffentlichung von ChatGPT Chatbots für die Allgemeinheit bekannt gemacht und einen KI-Run ausgelöst. Mittlerweile verzeichnet ChatGPT eine gigantische Nutzerschaft von 700 Milliarden Nutzenden wöchentlich. Ende letzter Woche wurde nun das neue Modell GPT 5 veröffentlicht und die erste Erkenntnis: Jede und jeder kann es nutzen. Denn GPT 5 steht sowohl den kostenlosen Account-Nutzerinnen und -Nutzern wie auch den Zahlenden zur Verfügung. Sie können damit alle das – nach Angaben von Open AI – „bisher schlauestes, schnellstes und nützlichstes Modell – mit eingebautem Denkvermögen“ nutzen.
Ein Modell für alles
GPT 4o, ChatGPT o3, ChatGPT o4 mini... – die Zeiten unterschiedlicher ChatGPT-Modelle für unterschiedliche Aufgaben sind mit dem neuen Modell vorbei. Open AI hat seine teils verwirrende Modellvielfalt mit der Veröffentlichung von GPT 5 beendet. Nutzende müssen sich jetzt nicht mehr fragen, welches Modell denn jetzt für welche Aufgabe das Geeignetste ist. Denn GPT 5 ersetzt sie alle. Ab sofort entscheidet ein Echtzeitrouter selbstständig und im Hintergrund, welches Modell für welche Aufgabe eingesetzt wird: Reicht eine schnelle Reaktion auf die Frage der Nutzerin bzw. des Nutzers oder braucht es „Denkzeit“. Gerade für die Nutzerinnen und Nutzer mit kostenlosem Account bietet GPT 5 damit auch die Chance, erstmalig dem Reasoning-Modus „bei der Arbeit“ zuzuschauen. Bei dieser Form der KI-Arbeit zeigt das Modell, welche Denk- und Vorgehensschritte es bei der Lösung einer komplexen Aufgabe durchläuft.
Viele Verbesserungen und individualisierte Antworten
GPT 5 ist aber nicht nur nutzungsfreundlicher, sondern auch in weiteren Bereichen verbessert worden: Mathematik-Aufgaben soll es zu fast 95% erfolgreich lösen, bei komplexen Programmieraufgaben liegt die Erfolgsrate bei rund 75 Prozent. Diese Zahlen veröffentlicht das US-Newsportal Techcrunch mit Bezug auf unterschiedliche Tests. GPT 5 soll danach auch zu 45 Prozent weniger halluzinieren und damit genauere wenig fehlerhaftere Antworten geben. Zudem verspricht OpenAI, dass GPT 5 einfacher mit anderen Diensten wie z.B. Gmail oder einem Google-Kalender verbunden werden kann. Ganz neu ist auch das Angebot, dass Nutzerinnen und Nutzer in den Einstellungen auswählen können, wie Chat GPT ihnen antworten soll. Die häufig als zu glatt und neutral kritisierte Standard-Antwortweise des Chatbots kann jetzt wahlweise gegen vier weitere Optionen ausgetauscht werden - Open AI beschreibt sie auch direkt: Der Zyniker antwortet danach kritisch und sarkastisch, der Roboter effizient und unverblümt, der Zuhörer nachdenklich und hilfsbereit und der Geek informativ und enthusiastisch.
Holpriger Start und erste Reaktionen
Der Start des neuen Modells verlief allerdings wenig rund. Schon bei der Präsentation schlichen sich einige Pannen ein, u.a. wurden fehlerhafte Grafiken auf der als Megaevent inszenierten Vorstellung gezeigt. Und die ersten Reaktionen der Nutzenden waren auch „durchwachsen“. „GPT 5 ist schrecklich“, schrieb z.B. dangaffan auf Reddit und erntet dafür viel Zustimmung. Im entsprechenden Post fasste er die Kritik vieler Nutzerinnen und Nutzer zusammen: Sie bemängeln die kürzeren und unpräziseren Antworten von GPT 5, das schlechter arbeiten würde als GPT 4o. Zudem kritisierten sie die komplette Abschaltung aller Vorgängermodelle und die strengen Limits für Plus-Nutzerinnen und Nutzer. OpenAI-CEO Sam Altman reagierte schnell auf X und versprach u.a. eine Verdopplung der Raten-Limits, eine weitere Nutzung von GPT 4o für Plus-Nutzerinnen und Nutzer sowie ein besseres Funktionieren des Echtzeitrouters. Dazu erläutert er kleinlaut: „Wir arbeiten weiter an der Stabilität und hören uns Feedback an. Wie bereits erwähnt, hatten wir mit einigen Problemen gerechnet, da wir so viele Dinge gleichzeitig einführen. Aber es war etwas holpriger als erhofft!“
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