Offline-Cafès: Genießen ohne Smartphone und WLAN
- Offline-Cafès sind im Trend. Besonders in Großstädten verzichten Besucherinnen und Besucher darin bewusst auf WLAN, Smartphone und Laptop.
- Das Ziel der freiwilligen Offline-Zeit - auch Digital Detox genannt - ist es, sich der digitalen Reizüberflutung und ständigen Erreichbarkeit zu entziehen, um so zu entschleunigen und zu entspannen.
- Nach einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbandes Bitkom planten Anfang des Jahres 36% der Befragten eine digitale Auszeit.
„Offline-Cafés stehen für eine Rückkehr zu den Wurzeln der Kaffeekultur: dem Genießen des Moments und der zwischenmenschlichen Verbindung. In einer Welt, die immer schneller und vernetzter wird, bieten sie einen wertvollen Gegenpol“
Blogartikel auf 19grams.coffee
Das Handy muss draußen bleiben
Die Bilder von Offline-Cafès wirken wie aus den Neunzigern. Die Besucherinnen und Besucher sitzen allein oder in Gruppen zusammen, sie lesen, sie spielen, sie verfolgen ein Konzert oder sie reden einfach miteinander. Das Besondere - kein Smartphone, kein Laptop, kein Display ist zu sehen. Denn das ist das Konzept. Wer einen Offline-Cafè besucht, möchte für eine Zeit Digital Detox betreiben, möchte ganz bewusst offline sein. Deswegen geben die Besucherinnen und Besucher eines Offline-Cafès am Eingang ihre Smartphones und anderen Devices ab. Weil sie im Alltag so viel online sind, kommen sie hierher um zu “disconnecten”. The Offline-Club aus den Niederlanden hat den Gedanken des Digital Detox übernommen und daraus eine Bewegung gemacht, um „die Menschen durch reale Communities und authentische Offline-Erlebnisse wieder mit sich selbst und anderen zu verbinden.“
„Offline-Wohnzimmer zum Entspannen“
Die Idee kommt aus Amsterdam - Ilya Kneppelhout, Valentijn Klok und Jordy van Bennekom hatten dort 2024 den ersten Offline-Club eröffnet. Der Impuls des Gründertrios: Sie hatten zuvor selbst als Experiment mehrere Offline-Tage auf dem niederländischen Land erlebt und gemerkt, wie erholsam diese Zeit war. Anschließend organisierten sie zunächst Offline-Ausflüge in die Natur, um ihre Offline-Erfahrungen weiterzugeben. Im letzten Jahr trugen sie den Gedanken als Offline-Club in die Stadt. Schnell hat sich der Offline-Club als Bewegung zu einem Hype entwickelt. In immer mehr europäischen Städten wie Barcelona, London, Mailand, Berlin oder Köln existieren inzwischen Offline-Club-Angebote. Der Instagram-Account theoffline_club hat mittlerweile schon über eine halbe Millionen Follower. Dort beschreiben die Gründenden auch ihre Idee in einem Post: „Wir veranstalten telefonfreie Veranstaltungen und digitale Entgifterreats, bei denen das Sprechen mit Fremden die Norm ist, unerreichbar sein cool ist und das Leben etwas langsamer geht.“
Allein sein ohne Handy
Der Offline-Gedanke scheint die Menschen zu reizen. Immer häufiger gibt es auch neben dem Offline-Club kleinere Digital-Detox-Events, Treffen in Cafès oder Gaststätten bis hin zu größeren Offline-Veranstaltungen. So trafen sich in Amsterdam über 250 Menschen ganz unterschiedlichen Alters zu einem großen Offline-Meeting in einer ehemaligen Kirche. Für viele Besucherinnen und Besucher sind die Offline-Clubs auch eine Gelegenheit, alleine eine solche Veranstaltung zu besuchen: „Alleine sein im Offline Club, aber mit anderen zusammen – das ist, was die Erfahrung einzigartig macht,“ beschreibt Ilya Kneppelhout aus dem Offline-Club-Gründerteam die neue Erlebniswelt der Offline-Besuche. Vor Ort könnten die Besuchenden ja entscheiden, ob sie die Atmosphäre alleine genießen oder Gleichgesinnte kennenlernen wollen – ganz ohne Störung durch den üblichen digitalen Stress des Handys. Wer selbst einen Offline-Event starten möchte, kann sich übrigens bei den Offline-Club-Machenden melden. „Als lizenzierter Offline Club City Leader leitest du die Expansion unserer Offline-Bewegung in deiner Region und organisierst sinnvolle Offline-Erlebnisse, Community-Treffs und Events,“ heißt es auf der Offline-Club-Website.
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