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WhatsApp: Mehr Struktur in Gruppenchats und Warnung vor einem Kettenbrief

WhatsApp: Mehr Struktur in Gruppenchats und Warnung vor einem Kettenbrief

12. Januar 2026

  • WhatsApp wertet seine Gruppenchats auf und hat dafür einige neue Funktionen über den Jahreswechsel installiert.

  • Nutzende können sich in Gruppenchats Mitgliedslabels vergeben und individuelle Terminerinnerungen einrichten.

  • Ein schon länger bekannter Kettenbrief-Fake sorgt wieder für Unruhe.

„Authentische Beziehungen entstehen nicht mehr in Kommentarspalten, sondern im privaten Bereich. Direktnachrichten, Gruppen, Kanäle und Communities werden zweitausendsechsundzwanzig die Hauptrollen spielen. (...) Die Nachrichtenübermittlung selbst wird immer „sozialer“. WhatsApp beispielsweise fügt Funktionen hinzu, um Statusmeldungen und Kanäle interaktiver zu gestalten und so mehr Beteiligung und Antworten zu fördern.“

“Social Media und Kommunikationstrends 2026”, Amalia Lopez-Acera, vielfach ausgezeichnete Kommunikations-Expertin und Journalistin

WhatsApp tief verankert

Das Gruppengeschenk im Freundeskreis oder Familienkreis, der Tag der offenen Tür in der Kita, die Karnevalsparty im Verein - wer ein Geschenk, eine Reise oder ein Event in einer Gruppe organisiert, macht dies meist über eine WhatsApp-Gruppe. Das weiß auch der Messengerdienst des Meta-Konzerns. Er konnte sich im Dezember über 3,14 Milliarden monatliche Nutzer weltweit freuen. Noch beeindruckender - WhatsApp wird zunehmend über alle Altersgruppen hinweg genutzt und verzeichnet eine sagenhafte Öffnungsrate von 98 %. (alle Zahlen chatarmin.com) Mit einer Ankündigung für seine Milliarden Nutzenden ist der Messenger nun in das neue Jahr gestartet: „Ein neues Jahr ist der perfekte Zeitpunkt für ein Upgrade deiner Gruppenchats“, schreibt WhatsApp im hauseigenen Blog. Drei Neuerungen wurden damit angekündigt: Mitgliedslabels, Ereignis-Erinnerungen und Text-Sticker.

Wer bin ich?

Wer in mehreren Gruppenchats organisiert ist, hat nicht immer dieselbe Rolle. Da hilft WhatsApp nun und ermöglicht uns, unsere Rolle deutlich zu machen. Das kann Orientierung schaffen, wenn wir zum Beispiel im Klassenchat schreiben, dass wir Noahs Mutter sind oder in der Fußballmannschaft der Torwart. Das Label kann individuell für jede Gruppe vergeben werden. Zur Einrichtung müssen User nur die Gruppeninformation aufrufen, anschließend auf den eigenen Namen klicken und schon kann das Mitgliedslabel vergeben werden.

Sticker und Erinnerungen

Mit der neuen Textsticker-Funktion können wir im Text bestimmte Worte hervorheben. „Du kannst jetzt jedes Wort in einen Sticker verwandeln. Gib dafür einfach einen Text in die Sticker-Suche ein,“ schreibt WhatsApp dazu. Die Sticker-Option wird zwar als Neuerung für die Gruppenchats beworben, tatsächlich steht sie für alle Chats zur Verfügung. Gruppenchat-exklusiv ist die letzte Neuerung. Gruppenchats werden oft genutzt, um Ereignisse anzukündigen beziehungsweise abzustimmen. Mit der jetzt ausgerollten Neuerung lassen sich Erinnerungen für das Event einstellen, um - so schreibt es WhatsApp - „alle daran zu erinnern, pünktlich zur Party zu kommen oder sich rechtzeitig in den Anruf einzuwählen.“ Im Gruppenchat funktioniert die Einstellung über das Plus-Symbol (oder die Büroklammer bei Android), dann Ereignis anklicken, die Details eingeben und die Erinnerungen individuell festlegen. Die Funktion wird noch ausgerollt.

Grünes Licht für alte Nachrichten

Ein Wunsch vieler WhatsApp-Nutzer steht wohl auch kurz vor dem Release: Bislang konnten neue Gruppenmitglieder erst die Nachrichten ab dem Eintrittstag lesen. Diese Regelung will WhatsApp aufbrechen. Laut dem auf WhatsApp-Neuerungen spezialisierten Blog WABetaInfo können neue Gruppenmitglieder demnächst auch ältere Nachrichten lesen. Admins entscheiden danach bei der Aufnahme eines neuen Gruppenmitglieds, ob der oder die Neue 25, 50, 75 oder gar 100 Gruppennachrichten aus der Zeit vor seinem Eintritt anschauen kann. So bekommen diese die Chance, den Kontext von Themen besser zu verstehen. Die neue Funktion ist schon für Beta-Nutzer freigeschaltet. Wann sie alle nutzen können, ist bislang unklar.

Warnung vor einem alten „Fake-Bekannten“

„Heute haben sie im Radio über WhatsApp Gold gesprochen. Morgen kommt in WhatsApp ein Video namens Martinelli. Öffnet es nicht. Es dringt in dein Telefon ein und nichts, was du tust, kann es reparieren,“ zitiert Mimikama einen aktuell bei WhatsApp grassierenden Kettenbrief. Die österreichische Website gegen Internetbetrug beruhigt direkt im Anschluss: „Fake! (…) Es existiert kein solches gefährliches Video oder Update.“ Der sogenannte Martinelli-Kettenbrief beunruhigt schon seit Jahren die WhatsApp-Nutzer, ist aber harmlos. Der Tipp der Experten: Nicht weiterleiten, er verbreite nur „unnötige Angst“.


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