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Brüderpaar aus Oelde vor Gericht wegen möglicher Umgehung der Russland-Sanktionen

Vor dem Landgericht Münster müssen sich ab heute (29.05.2026) zwei Brüder aus Oelde verantworten, weil sie möglicherweise gegen die Russland-Sanktionen verstoßen haben. Dafür haben sie laut Anklage auch Briefkastenfirmen genutzt.

Über Türkei und Kirgisistan nach Russland

Die beiden Angeklagten sollen als Geschäftsführer einer GmbH mit Sitz in Oelde Maschinen nach Russland geschafft haben. Dafür nutzten sie Briefkastenfirmen in der Türkei und Kirgisistan. Über diese Umwege sollen die Güter dann nach Russland geliefert worden sein. Mindestens 63 Mal sollen sie zwischen 2023 und Sommer 2024 die Sanktionen umgangen haben. Auch der Vater muss sich in einem Verfahren vor Gericht verantworten.

Viele Verhandlungstage angesetzt

Für den Prozess ist viel Zeit eingeplant. Insgesamt gibt es nach dem Auftakttermin heute noch 18 Folgetermine, die bereits angesetzt sind. Ein Urteil könnte demnach erst Mitte September fallen. Nach dem Angriff auf die Ukraine hatte die Europäische Union Handelssanktionen gegen Russland verhängt.