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DGB-Jugend sieht Ausbildungsqualität im Münsterland kritisch

DGB-Jugendreferent Liam Demmke Foto: DGB Münsterland

Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz stehen für junge Menschen im Münsterland zwar gut – die Ausbildungsqualität sieht die DGB-Jugend dagegen kritisch. Nach Angaben der Jugendorganisation des Deutschen Gewerkschaftsbundes Region Münsterland berichten junge Menschen von Überstunden, fehlender Betreuung und unsicheren Übernahmechancen. 

Unsicherheit bei Auszubildenden

Bestätigt wird die DGB-Jugend im Münsterland durch ihren jüngst veröffentlichten Ausbildungsreport. Darin steht, dass nur knapp über die Hälfte der Auszubildenden die Qualität ihrer Berufsschule mit gut oder sehr gut beurteilt. Noch gravierender: Ob sie übernommen werden, wissen mehr als vier von 10 Befragten bis zum letzten Jahr gar nicht. 

Finanzielle Lage problematisch 

Besonders bedrückend für die jungen Menschen sei die finanzielle Lage, heißt es. Gut 63 Prozent haben angegeben, dass sie von ihrer Vergütung nicht leben können. Sobald die Bezahlung stimmt, ist das Interesse auch größer. 

Große Ungleichheiten bei Bezahlung

Hier weist die Gewerkschaft auf große Ungleichheiten bei der Bezahlung in den verschiedenen Ausbildungsberufen hin. So werden zum Beispiel in der Pflege bis zu 1416 Euro gezahlt, im Friseurhandwerk dagegen nur 710 Euro. Es dürfe nicht vom Beruf abhängen, ob man sich eine Ausbildung leisten könne, oder nicht, sagt DGB-Jugendbildungsreferent Liam Demmke.