Prozess gegen zwei Brüder aus Oelde beginnt: wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland umgangen
Vor dem Landgericht Münster müssen sich bald zwei Brüder aus Oelde verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, trotz EU-Sanktionen Waren nach Russland geliefert zu haben. Sie haben laut Anklage unter anderem gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen.
Wirtschaftliche Sanktionen umgangen
Die beiden Angeklagten im Alter von 34 und 39 Jahren sollen als Geschäftsführer einer Firma aus Oelde zwischen 2023 und 2024 Maschinenbau-Güter nach Russland exportiert haben – trotz geltender Sanktionen wegen des Ukraine-Kriegs. Laut Anklage liefen die Lieferungen über Briefkastenfirmen in Kirgisistan und der Türkei, um den tatsächlichen Zielort zu verschleiern. Insgesamt geht es um 65 Fälle.
Mehrere Prozesstage geplant
Auch der Vater der Oelder Brüder soll beteiligt gewesen sein – gegen ihn wird gesondert ermittelt. Der Prozess vor der Großen Strafkammer in Münster beginnt am 29. Mai. Für das Verfahren sind 19 Verhandlungstage bis Mitte September angesetzt.
Weitere Lokalnachrichten
Schlagzeilen
Lifestyle & Freizeit
Berlin/Rostock | Baby an die Brust: 10 Still-Mythen im Check
NRW & die Welt
Berlin | Was dürfen Deutschlands Nachrichtendienste künftig?
NRW & die Welt
Berlin | Bentele fordert Sozialcheck für Rentenreform
NRW & die Welt
Berlin | Nächster Anlauf zu neuen Organspende-Regeln
NRW & die Welt