Streit über Rettungsdienst-Gebühren: Bislang keine Lösung in Sicht
Im Rettungsgebühren-Streit zwischen den Krankenkassen und dem Kreis Warendorf geht es nicht voran: Die Krankenkassen seien nicht lösungsorientiert, heißt es jetzt vom Kreis – er bedauert, dass die Kompromissvorschläge bislang nicht zu einer Annäherung geführt haben.
Versicherte müssen mit Gebührenbescheiden rechnen
Die Versicherten müssen damit rechnen, dass Rechnungen ins Haus flattern. Zum Hintergrund: Für zurückliegende Jahre haben die Krankenkassen zusätzliche Forderungen über einen schon erreichten Kompromiss hinaus erhoben. Das will der Kreis eigentlich nicht hinnehmen, denn das wirkt sich erheblich auf die kommunalen Haushalte aus. Er will eigentlich vermeiden, dass die Versicherten für die Rettungsdienstgebühren aufkommen müssen, muss jetzt aber handeln und bereitet die Gebührenbescheide rechtlich und organisatorisch vor.
Weiteres Gespräch mit Krankenkassen geplant
Gebührenbescheide werden aber noch nicht sofort verschickt, hieß es auf Radio WAF-Nachfrage vom Kreis Warendorf. Zunächst soll es nocheinmal ein Gespräch mit den Krankenkassen geben. Sollte sich das Problem weiterhin nicht lösen lassen, wäre der Kreis in der Lage, die Bescheide zügig zu versenden. Alle Patienten, die einen Rettungswagen gerufen haben, sind betroffen - und zwar rückwirkend ab dem 1. April 2026.
Kreis hofft weiter auf Kompromiss
Der Kreis Warendorf weist nocheinmal ausdrücklich darauf hin, dass er die Gebührenbescheide nicht versenden will - er sehe sich aber gezwungen, wenn die Krankenkassen weiterhin nicht mit ihm an einer Lösung arbeiten wollen.
Von den Verhandlungen betroffen sind auch die Städte Ahlen, Beckum und Warendorf, die ihren Rettungsdienst selber organisieren. Zusammen mit dem Kreis wollen sie in ihren Bescheiden deutlich machen, wie sich die Versicherten ihre Zahlungen an den Kreis von ihrer Krankenkasse zurückholen können.
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