Warschau | Epstein-Akten: Polen ermittelt wegen Menschenhandels
Missbrauchsring
Warschau (dpa) - Die polnische Justiz hat nach einer ersten Analyse der Epstein-Akten offiziell Ermittlungen wegen mutmaßlichen Menschenhandels eingeleitet. Aus den Dokumenten ergebe sich der begründete Verdacht, dass auch in Polen junge Frauen angeworben worden seien, um sie sexuell auszubeuten. Das teilte die Landesstaatsanwaltschaft in Warschau mit.
Polen hat im Februar als eins der ersten europäischen Länder ein Gremium eingesetzt, um Millionen US-Dokumente zum Missbrauchsring von Jeffrey Epstein auf polnische Spuren zu durchforschen. Dem 2019 in Haft gestorbenen Sexualstraftäter waren viele Frauen zum Opfer gefallen, darunter minderjährige. Zugleich pflegte der Multimillionär Epstein weitreichende Kontakte in Politik und Wirtschaft der USA und anderer Länder.
Der Warschauer Mitteilung zufolge geht es um «nicht näher identifizierte volljährige und minderjährige Frauen, darunter auch polnische Staatsbürgerinnen». Erster Schritt der Ermittlungen seien Auskunftsersuchen an zwei andere europäische Länder. Diese wurde aber nicht genannt.
© dpa-infocom, dpa:260311-930-800492/1
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