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London | Neue Staffel von «Monarch»: Mehr Monster, mehr Emotionen

-/Apple TV/dpa | Kurt Russell bekommt es als Lee Shaw in "Monarch: Legacy of Monsters" mit King Kong und anderen Monstern zu tun.

Godzilla, King Kong und Co.

London (dpa) - Gigantische Monster, die Städte zerstören, sind offenbar zeitlos. 93 Jahre nach dem Kinodebüt von King Kong und 72 Jahre nach dem ersten Leinwand-Auftritt von Godzilla haben die Titanen nichts von ihrer Popularität verloren. Nach dem Hollywood-Reboot mit Filmen wie «Godzilla» (2014) und «Kong: Skull Island» (2017) bekam das sogenannte Monsterverse 2023 seine erste TV-Serie. «Monarch: Legacy of Monsters» heißt das Serienspektakel auf Kinoniveau, das an die Filme anknüpft. Die zweite Staffel startet am 27. Februar beim Streamingdienst Apple TV+.

Kurt Russell und Sohn Wyatt spielen dieselbe Rolle

Hollywood-Ikone Kurt Russell («Die Klapperschlange») und sein Sohn Wyatt Russell («Thunderbolts») sind - neben den Monstern - die Stars der Serie. Beide spielen in der Story, die zwischen den 1950er Jahren und der Gegenwart hin und her springt, den Monsterjäger Lee Shaw. Einst erforschte Shaw mit seinen Freunden Bill (Anders Holm) und Keiko (Mari Yamamoto), die er heimlich liebt, den Ursprung der Monster. Heute ist der draufgängerische Hardliner mit dem guten Herzen den Behörden ein Dorn im Auge.

«Das ist kein Godzilla-Film», betont Kurt Russell (74) im Interview der Deutschen Presse-Agentur. «Es entpuppt sich als eine menschliche Geschichte mit viel Identifikationspotenzial für die Zuschauer. Es ist ein ganz anderer Ansatz, Monster in einer Serie zu zeigen. Es geht um die Frage: Was wäre, wenn das wirklich passieren würde? Wer sind die Menschen, die sich damit rumschlagen müssten?»

Im Zentrum steht erneut die geheimnisvolle Organisation Monarch, die sich mit den gigantischen Kreaturen befasst. Sie versucht, den Schaden zu begrenzen, wenn die Monster irgendwo auftauchen. Allerdings mischt noch eine andere mysteriöse Organisation mit, die nicht so hehre Ziele hat. Im Umgang mit den Kreaturen geht es letztlich auch um ethische Fragen. Wie weit darf man gehen, um eine Katastrophe zu verhindern?

Viele Monster und ein Familiendrama

Die Halbgeschwister Cate und Kentaro Randa (Anna Sawai und Ren Watabe) müssen sich damit arrangieren, dass ihr Vater Hiroshi (Takehiro Hira, «Rental Family») lange ein Doppelleben wie ein Geheimagent führte, während er rund um den Planeten Monster erforschte. Zudem taucht Hiroshis Mutter, Monarch-Gründerin Dr. Keiko Miura (Mari Yamamoto), infolge der Ereignisse von Staffel 1 nach Jahrzehnten plötzlich in der Gegenwart auf, ohne gealtert zu sein.

«Auf einige der Dinge, die in Staffel 1 angedeutet wurden, gibt es jetzt Antworten», verspricht Russell. Dazu mehr Action. «Die Monster sind noch präsenter, weil sie häufiger rauskommen. Es gibt ein neues Monster, den neuen Titanen X, der viel größer ist als Kong oder Godzilla. Einige von uns ergründen, was los ist. Einige versuchen herauszufinden, wie man in diesen Zeiten überlebt.»

Für Wyatt Russell, der den jungen Lee Shaw verkörpert, ist die Mischung aus Monsterbedrohung und menschlichen Geschichten das Besondere. «Solche Emotionalität sieht man normalerweise nicht in Monster-Stories», sagt der 39-Jährige. «Wir erweitern das Monster-Universum - und die zwischenmenschlichen Geschichten, die im Zentrum stehen.»

Letztlich dreht sich alles um die Monster

«Monarch: Legacy Of Monsters» ist Monsteraction, Spionagethriller und Familiendrama. Neben den wuchtigen, kinoreifen Actionszenen mit den herrlich animierten Monstern treten die emotionalen Befindlichkeiten der Menschen allerdings etwas in den Hintergrund. Als Zuschauer wartet man insgeheim immer auf die nächste Begegnung mit einem Titanen - und davon gibt es in Staffel 2 reichlich. Zehn neue Folgen erscheinen ab 27.2. jeweils wöchentlich.

© dpa-infocom, dpa:260226-930-738007/1

-/Apple TV/dpa | Wyatt Russell spielt den jungen Lee Shaw, der in den 50er Jahren mit seinen Freunden die Ursprünge der Monster ergründet.