Neue Instagram-Funktionen mit Risiken
08.09.2025
- Instagram hat mehrere Funktionen freigeschaltet, die uns eine engere Verbindung mit unseren Instagram-Freunden ermöglichen soll.
- Die zum Teil auch schon in Deutschland ausgerollte Funktion der Freunde-Map ermöglicht es, den Standort der Nutzenden in Echtzeit zu teilen, Experten sehen darin ein großes Sicherheitsrisiko.
- Ein neuer Freunde-Tab macht transparent, welche Reels unsere Freunde angesehen und/oder kommentiert haben.
„Mit Reposts, der Karte und dem Tab „Freunde“ in Reels ist es jetzt für dich und deine Freund*innen noch einfacher, über die Inhalte, die ihr auf Instagram mögt, in Kontakt zu bleiben." Instagram im eigenen Blog zu den neuen Features.
Drei neue Funktionen für eine persönlichere Insta-Zeit
Instagram hat in den letzten Wochen gleich drei neue Funktionen ausgerollt. Dadurch soll unser Instagram-Erlebnis persönlicher und neue Anlässe für die Kommunikation untereinander geschaffen werden. „Mit Reposts, der Karte und dem Tab „Freunde“ in Reels ist es jetzt für dich und deine Freunde noch einfacher, über die Inhalte, die ihr auf Instagram mögt, in Kontakt zu bleiben,“ heißt es im Instagram-Blog-Beitrag. Während das Reposten unkritisch gesehen wird – viele erinnert die Funktion an das retweeten in „Twitter-Zeiten“ - , sind Datenschützer zum einen besonders alarmiert über die Freunde-Map-Funktion. Mit ihr können Nutzende sehen, wo ihre Freunde sind und waren. Das neue Feature wird gerade schrittweise in Europa ausgerollt. Nutzende müssen es anschließend auch erst aktivieren, in den Grundeinstellungen ist es deaktiviert. Zum anderen kann auch der neue Freunde-Tab im Reel-Bereich möglicherweise Unerwünschtes und Intimes für Kreise bekannt machen, in denen die Nutzende es gar nicht veröffentlicht sehen wollen.
Map-Funktion – ein „Traum für Stalker“?
„Deine Follower wissen nicht einfach nur über deinen Standort Bescheid, sondern dadurch auch über deine Routinen, deinen Wohnort und deinen Arbeitsplatz. Es braucht nur jemanden mit schlechten Absichten, um deine Sicherheit zu gefährden,“ warnt die Cyber-Security-Creatorin Caitlin Sarian in einem Instagram-Post vor der neuen Map-Funktion. Aktiviert wird sie - wenn ausgerollt - über Einstellungen und dann Story, Live und Standorte. Allerdings drohen den Nutzenden gleich zwei Gefahren: Auf der physischen Ebene können zum Beispiel Stalker die Standortdaten für Aktivitäten nutzen oder Kriminelle wissen, wann die Menschen nicht zuhause sind. Auf der digitalen Ebene können die gesammelten Standortdaten mit anderen persönlichen Informationen kombiniert und für ein genaueres Profil genutzt werden. Zudem sind die nicht Ende-zu-Ende verschlüsselten Daten auf den Meta-Servern ein begehrtes Ziel für Cyberkriminelle.
Standortdaten nicht teilen
Instagram-Chef Adam Mosseri erläutert in einem Instagram-Post, dass er die Karte nutze, um seinen Standort „mit einer Handvoll meiner engsten Freunde zu teilen und ich kuratiere diese Liste sorgfältig“. Gleichzeitig betont er die Wahlmöglichkeit dieses Tools: „Dein Standort wird nur geteilt, wenn du dich bewusst dafür entscheidest. Er kann nur mit einer ausgewählten Gruppe von Personen geteilt werden. Standardmäßig ist die Standortfreigabe komplett deaktiviert.“ Trotzdem empfehlen Experten, den Standortzugriff von Instagram in den Einstellungen zur App generell zu sperren oder zumindest den Zugriff zu beschränken auf die Zeit, in wir die App nutzen. Das klappt bei Android über Einstellungen und Standort. Bei Apple müssen die Nutzenden über Einstellungen zu Datenschutz und Sicherheit und dann zu Ortungsdienste scrollen. Hier kann der Standort generell ausgeschaltet oder individuell für einzelne Apps deaktiviert werden.
Intimes unfreiwillig bekannt geben
Der neue Freunde-Tab bei Reels soll uns laut Instagram ermöglichen, dass wir „Inhalte sehen können, die deine Freunde mit „Gefällt mir“ markiert, erstellt, repostet oder kommentiert haben.“ Wir finden die neue Option, indem wir auf Reels gehen und dann oben rechts auf Freunde klicken. Dann bekommen wir ausschließlich angezeigt, welche Themen unsere Freunde geliked, kommentiert oder republished haben. Auch hier klingt die neue Funktion erst einmal harmlos. Aber zum Beispiel ein politischer Inhalt, eine sehr persönliche Meinung oder ein schlüpfriger Kommentar kann so auf einmal doch für mehr Nutzende sichtbar werden, als uns vielleicht lieb ist. Wer das nicht möchte, kann die neue Funktion über die Profileinstellungen deaktivieren. Dafür in den Einstellungen einfach zu Aktivitäten auf dem Freunde-Tab scrollen, draufklicken und dann Niemand auswählen.
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